Der Begriff „Compliance“ bedeutet übersetzt „Regeltreue“ oder „Rechtskonformität“ und beschreibt inhaltlich die Pflicht von Organisationen, die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen, Richtlinien, aber auch selbst gesetzten internen Vorgaben und Standards sicherzustellen.
Kernaspekte der Compliance
- Rechtliche Konformität: Die Pflicht, externe gesetzliche Bestimmungen (z.B. Datenschutz, Umweltschutz, Korruptionsprävention) strikt zu befolgen.
- Interne Richtlinien: Die Einhaltung selbst gesetzter Standards und Verhaltensregeln durch die Mitarbeiter.
- Ziel: Schutz des Unternehmens vor rechtlichen Sanktionen, hohen Bußgeldern und Reputationsschäden.
Aktuelle Relevanz
Die Compliance steht vor neuen Herausforderungen durch strengere Regulierungen:
- Nachhaltigkeit (ESG): Unternehmen müssen komplexe regulatorische Anforderungen im Bereich Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) erfüllen, um Sanktionen oder ein Gewerbeverbot zu vermeiden.
- Cyber-Sicherheit: Die Bundesregierung plant die gesetzliche Verankerung neuer EU-Richtlinien zum Schutz kritischer Infrastrukturen.
- Digitalisierung: Der Einsatz von KI-Tools zur Überwachung von Prozessen in Echtzeit wird zunehmend zum Standard in modernen Compliance-Management-Systemen.
Folgen von Verstößen
Nicht-konformes Verhalten kann weitreichende Konsequenzen haben, darunter finanzielle Verluste, zivilrechtliche Haftung und den Ausschluss von öffentlichen Aufträgen. Zur Prävention nutzen Organisationen zertifizierte Compliance-Management-Systeme (z.B. nach ISO 37301).
