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Eine Hybrid-Cloud ist eine kombinierte IT-Infrastruktur, die Ressourcen einer Public Cloud (z.B. Microsoft Azure, AWS) mit einer Private Cloud oder einem eigenen lokalen Rechenzentrum (On-Premise) sicher miteinander verknüpft.

Heutzutage gelten hybride Modelle als Standard, da sie Unternehmen ermöglichen, die Souveränität über sensible Daten zu behalten und gleichzeitig die unbegrenzte Skalierbarkeit der öffentlichen Cloud zu nutzen.

Kernaspekte der Hybrid-Cloud:

  • Zusammenarbeit: Daten und Anwendungen bewegen sich nahtlos zwischen den verschiedenen Umgebungen.
  • Datensicherheit: Sensible Geschäftsdaten werden in der geschützten Private Cloud gespeichert, während rechenintensive oder unkritische Aufgaben in der Public Cloud verarbeitet werden.
  • Cloud Bursting: Bei plötzlichen Lastspitzen (z.B. im Weihnachtsgeschäft) können zusätzliche Ressourcen kurzfristig aus der Public Cloud “hinzugemietet” werden, um das eigene System zu entlasten.
  • Kostenkontrolle: Unternehmen zahlen für zusätzliche Leistung in der Public Cloud nur nach tatsächlichem Verbrauch (Pay-per-Use) und müssen keine Überkapazitäten in eigener Hardware vorhalten.

Beispiele für die Nutzung:

  • Netflix: Nutzt eigene Server für bestimmte Steuerungsaufgaben und die Public Cloud für das Speichern und Streamen der riesigen Videomengen sowie für die Analyse von Nutzerdaten.
  • Unternehmen: Betreiben oft ihre ERP-Systeme (Warenwirtschaft) lokal, nutzen aber Dienste wie Microsoft 365 für E-Mails und Teamarbeit aus der Cloud.

Vor- und Nachteile auf einen Blick:

VorteileNachteile
Flexibilität: Schnelle Reaktion auf Marktveränderungen.Komplexität: Erfordert hohe IT-Expertise für die Verwaltung beider Welten.
Sicherheit: Kontrolle über kritische Daten bleibt intern.Aufwand: Hoher organisatorischer Aufwand bei der Einführung.
Skalierbarkeit: Ressourcen nahezu unendlich erweiterbar.Hardwarekosten: Eigene Infrastruktur muss weiterhin gewartet werden.
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