Ein NAS (Network Attached Storage) ist ein dedizierter Datenspeicher, der direkt an ein lokales Netzwerk (LAN) angeschlossen wird. Es fungiert als zentraler Dateiserver, auf den alle berechtigten Geräte im Netzwerk – wie Computer, Smartphones oder Smart-TVs – gleichzeitig zugreifen können.
Hauptmerkmale und Funktionen:
- Zentraler Speicher: Dient als „Cloud“ in den eigenen vier Wänden oder im Büro, ohne dass monatliche Gebühren für externe Anbieter anfallen.
- Hardware: Besteht im Wesentlichen aus einem Gehäuse mit einem eigenen Prozessor, Arbeitsspeicher und einem spezialisierten Betriebssystem sowie einem oder mehreren Festplatten-Einschüben (HDDs oder SSDs).
- Anschluss: Wird meist per LAN-Kabel mit dem Router verbunden und erhält eine eigene IP-Adresse.
- Datensicherheit: Durch RAID-Konfigurationen können Daten auf mehrere Festplatten gespiegelt werden, sodass sie auch beim Ausfall eines Laufwerks erhalten bleiben.
- Vielseitigkeit: Neben der reinen Speicherung können moderne NAS-Systeme auch Medien streamen, Backups automatisieren, als Druckerserver dienen oder Aufnahmen von Überwachungskameras verwalten.
Abgrenzung:
- Gegenüber externen Festplatten: Ein NAS ist nicht per USB an nur einen Computer gebunden, sondern arbeitet autonom und ist für das gesamte Netzwerk erreichbar.
- Gegenüber Cloud-Diensten: Die Daten liegen physisch vor Ort. Das bietet volle Kontrolle und Datenschutz, erfordert jedoch eine eigene Wartung der Hardware.
Ein NAS ist ideal für Nutzer, die große Datenmengen (wie Fotos oder Videos) sicher an einem Ort verwalten und von überall darauf zugreifen möchten.
