On-Premises (oft abgekürzt als On-Prem) bedeutet wörtlich „in den eigenen Räumlichkeiten“. Im IT-Kontext beschreibt es ein Nutzungsmodell für Software und Infrastruktur, bei dem ein Unternehmen IT-Ressourcen auf eigenen Servern vor Ort installiert und betreibt.
Kernmerkmale von On-Premises
- Eigenregie: Das Unternehmen ist selbst für Hardware, Softwareinstallation, Updates und Wartung verantwortlich.
- Datensouveränität: Die physische Kontrolle über die Daten liegt vollständig beim Unternehmen, da sie nicht auf fremden Servern (Cloud) gespeichert werden.
- Lokale Verfügbarkeit: Anwendungen funktionieren im lokalen Netzwerk oft ohne Internetverbindung und mit minimalen Latenzzeiten.
- Kostenmodell: Es fallen hohe Anfangsinvestitionen für Hardware und Lizenzen an, aber meist keine dauerhaften, variablen Mietgebühren wie bei Cloud-Abos.
Vergleich: On-Premises vs. Cloud
| Merkmal | On-Premises | Cloud (SaaS) |
|---|---|---|
| Standort | Lokale Server (vor Ort) | Rechenzentrum des Anbieters |
| Verantwortung | Interne IT-Abteilung | Externer Dienstleister |
| Anpassbarkeit | Sehr hoch (volle Kontrolle) | Begrenzt durch den Anbieter |
| Skalierbarkeit | Zeitaufwendig (Zukauf von Hardware) | Sofort per Klick möglich |
Wann wird es eingesetzt?
Unternehmen wählen On-Premises-Lösungen heute vor allem dann, wenn Sicherheit, Datenschutz (z.B. im Gesundheitswesen) oder die Einhaltung strenger Compliance-Richtlinien oberste Priorität haben. Auch bei Anwendungen, die extrem schnelle Antwortzeiten erfordern (z.B. im Hochfrequenzhandel), bietet der lokale Betrieb technische Vorteile.
Eine Mischform aus beiden Welten wird als Hybrid-Cloud bezeichnet, bei der sensible Daten lokal (On-Premises) bleiben, während weniger kritische Dienste in die Cloud ausgelagert werden.
