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Im IT-Administrationsbereich beschreibt der Begriff Policy (deutsch: Richtlinie) ein verbindliches Regelwerk, das festlegt, wie IT-Ressourcen genutzt, geschützt und verwaltet werden.

Man unterscheidet in der Administration grundsätzlich zwei Ebenen:

1. Die organisatorische Policy (Regelwerk)

Dies ist ein Dokument, das Verhaltensregeln und Verantwortlichkeiten für Benutzer und Administratoren definiert.

  • Ziele: Gewährleistung von Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten.
  • Beispiele:
    • Passwort-Policy: Festlegung von Mindestlänge und Komplexität.
    • Clean Desk Policy: Verpflichtung, den PC bei Abwesenheit zu sperren.
    • Acceptable Use Policy: Regeln für die private Nutzung von E-Mails oder Internet am Arbeitsplatz.

2. Die technische Policy (Konfiguration)

In der Administration wird „Policy“ oft synonym für die technische Umsetzung dieser Regeln in Systemen verwendet (z.B. Gruppenrichtlinien/GPOs in Windows-Umgebungen).

  • Funktion: Die Software erzwingt die Einhaltung der Regeln automatisch, ohne dass der Administrator jeden Computer einzeln konfigurieren muss.
  • Beispiel: Eine GPO sorgt dafür, dass USB-Sticks an allen Firmenrechnern automatisch blockiert werden, um Datenabfluss zu verhindern.

Warum sind Policies wichtig?

  • Risikominimierung: Sie reduzieren Sicherheitslücken durch menschliches Fehlverhalten.
  • Compliance: Sie stellen sicher, dass gesetzliche Anforderungen (z. B. DSGVO) oder Sicherheitsstandards (z.B. ISO 27001) eingehalten werden.
  • Automatisierung: Administratoren können Einstellungen für tausende Geräte gleichzeitig steuern und standardisieren.

Zusammenfassend ist eine Policy das „Gesetzbuch“ der IT, das sowohl schriftlich fixiert als auch technisch durchgesetzt wird.

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