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SIEM steht für Security Information and Event Management. Vereinfacht gesagt ist es das „digitale Gehirn“ der IT-Sicherheit, das alle Sicherheitswarnungen und Protokolle (Logs) eines Unternehmens an einem zentralen Ort sammelt und intelligent auswertet.

Was macht ein SIEM genau?

Ein SIEM-System erfüllt drei Kernaufgaben:

  1. Sammeln & Speichern: Es zieht Daten aus verschiedensten Quellen ein – von Firewalls und Servern bis hin zu Antiviren-Programmen und Benutzeranmeldungen.
  2. Korrelation (Das Wichtigste): Das System verbindet scheinbar harmlose Einzelereignisse zu einem Gesamtbild.
    • Beispiel: Eine fehlgeschlagene Anmeldung am PC (harmlos) kombiniert mit einem gleichzeitigen Datenabfluss von einem Server (verdächtig) löst sofort Alarm aus.
  3. Alarmierung & Analyse: Sicherheitsanalysten sehen auf einem Dashboard sofort, wo es brennt, und können Angriffe in Echtzeit stoppen oder im Nachhinein lückenlos rekonstruieren.

Warum brauchen Unternehmen das?

  • Früherkennung: Moderne Hacker schleichen sich oft unbemerkt ein. Ein SIEM erkennt diese subtilen Muster, die Einzellösungen übersehen würden.
  • Compliance: Viele Gesetze (wie die DSGVO oder NIS2) fordern, dass Unternehmen nachweisen können, wer wann auf sensible Daten zugegriffen hat.
  • Zentrale Übersicht: Anstatt in 50 verschiedenen Programmen nach Fehlern zu suchen, hat das Sicherheitsteam (SOC) alles an einem Ort.

Bekannte Lösungen auf dem Markt sind beispielsweise Microsoft SentinelSplunk, Elastic Security oder auch unser bevorzugtes Open-Source-Tool Wazuh.

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