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Der Begriff US-Cloud bezeichnet Cloud-Computing-Dienste, die von Unternehmen mit Hauptsitz in den USA bereitgestellt werden.

Die Bedeutung dieses Begriffs ist eng verknüpft mit der Dominanz amerikanischer Anbieter am Weltmarkt und den damit verbundenen rechtlichen sowie geopolitischen Fragestellungen.

1. Marktdominante Akteure

Ein Großteil der weltweiten Cloud-Infrastruktur wird von den sogenannten „Hyperscalern“ kontrolliert, die fast alle US-amerikanisch sind:

  • Amazon Web Services (AWS) (Marktführer)
  • Microsoft Azure
  • Google Cloud
  • Weitere wichtige Anbieter sind OracleIBMApple (iCloud) und Dropbox.

2. Rechtliche Bedeutung: Der US CLOUD Act

Die Nutzung einer US-Cloud bringt spezifische rechtliche Konsequenzen mit sich, unabhängig davon, ob die Daten physisch in Europa oder den USA gespeichert sind:

  • Herausgabepflicht: Der CLOUD Act verpflichtet US-Firmen, US-Behörden Zugriff auf Daten zu gewähren, selbst wenn diese auf Servern außerhalb der USA liegen.
  • Spannungsfeld zur DSGVO: Dies steht oft im Konflikt mit der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), was die Nutzung für Unternehmen mit sensiblen Daten rechtlich komplex macht.

3. Geopolitische Bedeutung: Digitale Souveränität

In aktuellen Debatten steht die US-Cloud oft als Gegenpol zum Thema Digitale Souveränität.

  • Abhängigkeit: Viele europäische Institutionen und Unternehmen sind technologisch von US-Anbietern abhängig.
  • Alternativen: Als Reaktion entstehen vermehrt „souveräne Clouds“ oder SaaS-Lösungen aus Europa (z.B. Nextcloud), die eine datenschutzkonforme Alternative ohne US-Behördenzugriff bieten sollen.

 

Zusammenfassend steht „US-Cloud“ für technologische Leistungsfähigkeit und Marktmacht, ist aber gleichzeitig zum Synonym für datenschutzrechtliche Herausforderungen durch US-Gesetzgebung geworden.

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