Ein VPN (Virtual Private Network) ist ein geschlossenes logisches Netzwerk, das eine verschlüsselte Verbindung („Tunnel“) zwischen einem Endgerät und einem Zielserver über das öffentliche Internet herstellt.
Funktionsweise und Nutzen
- Verschlüsselung: Alle übertragenen Daten werden so codiert, dass sie für Dritte (z.B. Internetanbieter oder Hacker in WLANs) unlesbar bleiben.
- IP-Maskierung: Das Gerät übernimmt die IP-Adresse des VPN-Servers, wodurch der Standort und die Identität des Nutzers verschleiert werden.
- Remote-Zugriff: Im Unternehmenskontext ermöglicht ein VPN Mitarbeitern von außen einen sicheren Zugriff auf das interne Firmennetzwerk.
Kritische Bewertung im Unternehmenseinsatz
Trotz seiner weiten Verbreitung gilt das klassische VPN zunehmend als veraltete Technologie für den sicheren Fernzugriff.
| Aspekt | Bewertung & Risiko |
|---|---|
| Sicherheitsmodell | VPNs basieren meist auf dem Perimeter-Modell: Wer einmal “drinnen” ist, gilt oft als vertrauenswürdig. Bei einer Kompromittierung des VPN-Zugangs können Angreifer sich oft lateral im gesamten Netzwerk bewegen. |
| Sicherheitsrisiken | Etwa ein Drittel aller Sicherheitsverletzungen im Jahr 2026 lässt sich auf Schwachstellen oder Fehlkonfigurationen in VPN-Tools zurückführen. |
| Performance | Das “Backhauling” (Umleiten des gesamten Traffics über einen zentralen Server) führt oft zu Latenzen und überlasteten Verbindungen. |
| Zukunftstrend | Bis 2026 planen rund 81 % der Unternehmen den Umstieg auf Zero Trust Network Access (ZTNA). ZTNA prüft jede Anfrage individuell und gewährt nur Zugriff auf spezifische Applikationen statt auf das gesamte Netzwerk. |
Fazit: Während VPNs für private Zwecke (Geoblocking, Anonymität) weiterhin nützlich sind, stufen Experten sie im Unternehmenseinsatz 2026 als kritisches Risiko ein. Moderne Unternehmen ersetzen VPNs zunehmend durch granulare Zero-Trust-Lösungen, um die Angriffsfläche zu minimieren.
